Nachhaltigkeit in betrieblichen Weiterbildungspraxis

Nachhaltigkeit und Corporate Social Responsibility (CSR) wird immer stärker von Unternehmen erwartet und eingefordert. CSR steht dabei für nachhaltiges unternehmerisches Handeln sowohl in ökologischer und ökonomischer, aber auch in sozialer Hinsicht.

Seit dem Geschäftsjahr 2017 verpflichtet die Bundesregierung deutsche Unternehmen, einen jährlich schriftlichen CSR-Bericht über ihre nachhaltigen Aktivitäten abzulegen. Das CSR-Richtlinie-Umsetzungsgesetz legt diese Berichtspflichten für große börsennotierte Unternehmen mit mehr als 500 Beschäftigen fest, aber es wird auch mittelständischen Firmen als strategische Zukunftsinvestition wärmstens empfohlen.

Gleichzeitig entsteht ein immer größerer Kampf zwischen den Unternehmen um qualifizierte Fach- und Führungskräfte. Nicht nur eine professionelle Personalrekrutierung ist hier unabdingbar. Auch eine ständige Qualifizierung und Weiterbildung der MitarbeiterInnen, sowie eine systematische Nachwuchsförderung sind entscheidende Erfolgsfaktoren für einen nachhaltigen Erfolg von Unternehmen geworden

Nachhaltigkeit, Weiterbildung und Digitalisierung sind aktuelle Unternehmensthemen. Die Kombination in Form einer nachhaltigen Weiterbildung mit blended Learning bietet Synergieeffekte und zahlreiche Vorteile.

Laut einer repräsentativen Untersuchung der Bitkom Research im Jahr 2018 investieren Unternehmen durchschnittlich 709 Euro pro MitarbeiterIn und Jahr in Weiterbildungsmaßnahmen. Knapp jedes fünfte Unternehmen investiert sogar zwischen 1.000 bis 1.999 Euro in Ihre MitarbeiterInnen pro Jahr.

Dieses Geld sollte langfristig effektiv investiert sein.

Für eine nachhaltige Weiterbildung ist ein gutes Zusammenspiel aller beteiligten Akteure notwendig:

  • Die HR- und Personalentwickler müssen geeignete Qualifizierungskonzepte erarbeiten und durchführen, sowie geeignete Trainer und Coaches auswählen.
  • Die Führungskräfte müssen Ihre Aufgabe als Mitarbeiterentwickler und Coach ausfüllen. Dazu gehören auch regelmäßige Mitarbeitergespräche mit konstruktivem Feedback und Vereinbarung von Entwicklungsthemen.
  • Die externen Trainer und Coaches sollten auf dem Gebiet der Nachhaltigkeit fundierte Kenntnisse besitzen und diese in ihren Aktivitäten einbinden.
  • Die MitarbeiterInnnen selbst, die mit Neugier, Motivation und Engagement sich neuen Weiterbildungsthemen widmen sollten.

Qualifizierungsmaßnahmen sind dann nachhaltig, wenn sie:

  • dauerhafte Kompetenzen erzeugen und anhaltende Wirkung erreichen
  • langfristige und tiefgreifende Fähigkeiten etablieren
  • eigenverantwortliche Umsetzung und konkrete Anwendung in der Praxis initiieren

Sie fragen sich wie das geht? Dann lesen Sie meinen Blogbeitrag „Checkliste für Personalentwickler zur nachhaltigen Weiterbildung“. Darin gebe ich Ihnen Anregungen zur einfachen und schnellen Umsetzung in Ihrem Unternehmen.