Nachhaltige Wirkung im Coaching und Training

In der Personalentwicklung und in der betrieblichen Weiterbildung sind Coachings und Trainings seit Jahren etabliert Angebotsformate.

In diesem Beitrag geht es um die Unterschiede dieser beiden Weiterbildungsformate und deren nachhaltige Wirksamkeit in der beruflichen Praxis.

Coaching

Was ist Coaching?

Unter dem Begriff Coaching wird eine zeitlich begrenzte Begleitung einer Einzelperson oder einer kleineren Gruppe verstanden. Der Vorteil von Coaching ist die individuelle Berücksichtigung von Bedürfnissen, Fragestellungen und persönlicher Rahmenbedingungen der Klienten (Coachee). Der Coach ist dabei Wegbegleiter und Katalysator auf dem Weg zur Lösung.

Letztlich geht es im Coaching um:

  • Maßgeschneiderte Qualifizierung und Persönlichkeitsentwicklung
  • Prozessbegleitung und situative Lösungsfindung
  • Hilfe zur Selbsthilfe und Eigenverantwortung
  • Kommunikation und Feedback auf Augenhöhe

 

Wie wirkt Coaching nachhaltig?

Zahlreiche Studien und eine aktuelle Metaanalyse weisen den eindeutigen Effekt und die Wirksamkeit von Coachings nach. Die Signifikanz und die Effektstärke sind allerdings großen Schwankungen unterworfen. Übersetzt bedeutet das: Nicht alle Coachings wirken gleich gut.

Christoph Rauen hat in seinem Coaching Report unterschiedliche Analyseergebnisse zusammengetragen und die wichtigsten Wirkfaktoren vier Ebenen zugeordnet:

 

Training

Was ist Training?

Im Gegensatz zum individuellen Coaching ist ein Training eine Schulung mehrere Personen (MitarbeiterInnen und/oder Führungskräfte). Wissensvermittlung und Kompetenzerweiterung stehen hier im Mittelpunkt.

Es kann zwischen drei Ansatzpunkten unterschieden werden:

(1) Training on the job

Alle Ausbildungsformen, die direkt am Arbeitsplatz stattfinden. Das Grundprinzip ist hier „Learning by doing“. Beispiele dafür sind: Job-Enlargement (zusätzliche, herausfordernde Aufgaben), Job-Enrichment (vorübergehend neue Aufgaben) oder Projektarbeit

(2) Trainings near the job

Gemeint sind damit Weiterbildungsangebote, die zwar nicht direkt am Arbeitsplatz stattfinden, aber einen direkten Bezug zur täglichen Arbeit aufweisen. Beispiele dafür sind: Fimeninterne Schulungen, Workshops, Werkstätten und auch Gruppencoachings.

(3) Training off the job

Maßnahmen, die außerhalb des Unternehmens stattfinden. Beispielweise der Besuch von Messen, Kongressen und Schulungen externer Anbieter.

 

Wie wirken Trainings nachhaltig?

Auf diese Frage gibt es keine eindeutige Antwort. Zu unterschiedlich sind die Themen, Methoden und Kompetenzen der einzelnen Akteure. Aus meiner Sicht beschäftigen sich aber immer mehr mit dieser Fragestellung und entwickeln gute Ansätze.

Hier drei Buchempfehlungen:

  1. „Was Trainings wirklich wirksam macht, 12 Stellhebel der Transferwirksamkeit“ von Dr. Ina Weinbauer-Heidel, itw-Verlag
  2. „Tools für Nachhaltigkeit in Beratung und Training“ von Evelyn Keller, managerSeminare
  3. Nachhaltige Personalentwicklung und Weiterbildung, Betriebliche Seminare und Trainings entwickeln, Erfolge messen, Transfer sichern“ von Simone Kauffeld, Springer Verlag

Wenn Sie sich für die unterschiedlichen Rollen und Aufgaben in der nachhaltigen Weiterbildung interessieren, lesen Sie dazu meinen Blogbeitrag „Nachhaltigkeit in der betrieblichen Weiterbildungspraxis“.

 


SANDRA KUHN-KRAINICK ist seit über 25 Jahren als Trainerin und Coach in Unternehmen tätig. 
Ihre Themenschwerpunkte sind:
  • Gesunde Führung
  • Stressbewältigung und
  • Veränderungskompetenz
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